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Dankbar ohne Ende

Journal 4/2025

Seid dankbar in allen Dingen. Dieser Satz begleitet mich in letzter Zeit häufiger. Er fordert mich heraus, weil mein Blick oft zuerst bei dem landet, was fehlt oder nicht gelingt. Wie an einer unsichtbaren Schnur gezogen, richten sich meine Gedanken immer wieder auf die Lücken und Unvollkommenheiten. Geht es Ihnen auch manchmal so?

Dankbar sein in allen Dingen heißt allerdings nicht, jedes Detail gut finden zu müssen. Es erinnert mich vielmehr daran, Gottes Perspektive nicht außer Acht zu lassen. Gott will mir zeigen, was er alles schenkt. Vor allem darf ich dankbar sein für das übergroße Geschenk seiner Liebe! Denn er schenkt als größter Geber aus größter Liebe das größte Geschenk. So schreibt es Johannes: „Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, um uns durch ihn das Leben zu geben“. 1. Johannes 4,9

Wenn ich innehalte und darüber nachdenke, dann verändert das meine Perspektive, mit der ich auf meinen Alltag blicke. Und ich entdecke nicht nur die großen Taten Gottes, sondern auch die „kleinen“. Ich beginne wahrzunehmen, wie viel Gutes Gott mitten im Gewöhnlichen schenkt. Und dann fange ich an, den Satz aus 1. Thessalonicher 5,18 nicht als Forderung zu hören, sondern als Einladung: „Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.“ Ich erkenne zunehmend, was Gott tut – gerade dort, wo ich es so leicht übersehe, sei es im Großen oder im Kleinen.

Zu den Beiträgen dieses JOURNALS:

Einfach dankbar, Sr. Martina Luschnat, Sr. Mirjam Bott, Matthias Bosch, Br. Stefan Heidorn, Friederike Hilligardt, Dr. Jürgen Schulz und Christian Pletsch

Zwanzig Kinderfragen, Caroline Maurer

Ein Himmel­fahrts­kommando, Siggi Waldmann

Wieviel wir ihm verdanken, Dr. Andreas Käser

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