Einfach dankbar

Am Ende des Jahres halten wir inne und schauen dankbar zurück. Dankbar auf Situationen, Gebete, Menschen, Gaben, Einsatz … jeder aus seinem eigenen Blickwinkel, alle in großer Verbundenheit. Hier kommen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Wort und sagen: Dankeschön!

Dieser Beitrag erschien im LZA-Journal 4/2025

Einfach dankbar

Einfach dankbar

Da stehe ich, schaue auf das Jahr zurück und merke, wie dankbar ich bin. Für mich ganz persönlich und auch für uns als Kommunität: Dankbar dafür, dass wir immer noch in einem Land leben, in dem es uns sehr gut geht und wir unser Leben und unseren Glauben frei gestalten können. Ich bin dankbar, ein Dach über dem Kopf zu haben, das auch schweren Stürmen standhält. Für alle Freunde, die uns im Gebet und Gaben unterstützen. Dankbar, dass die Mitarbeiter der Stiftung uns in vielen praktischen Dingen unterstützen, für viele bewahrte Autofahrten zu Ärzten, Freunden und auch mal in den Urlaub. Ich bin dankbar, dass Menschen gerne Kontakt zu uns knüpfen und wir mit vielen in Beziehung stehen; auch über den Dienst,- und Arbeitsbereich hinaus in ganz normalen Alltags - und Freizeitbezügen. Ich bin dankbar, dass die Geschwister, die mit Krankheit und Beeinträchtigungen leben müssen, auch darin immer wieder Gottes Hilfe und Zuwendung erfahren. Dass wir als Kommunität trotz Alters- und Persönlichkeitsunterschiede immer noch gemeinsam mit Jesus unterwegs sind, dass Gott uns liebt und wir ein Segen für Menschen in Nah und Fern sein können. Ich könnt grad so weitermachen; ja, ich bin wirklich einfach dankbar!

Sr. Martina Luschnat, Leiterin der Kommunität

Ich staune und freue mich

Ein weiteres Jahr mit vielen kleinen und großen Wundern der finanziellen Versorgung geht zu Ende. Da waren Spenden, die genau zum richtigen Zeitpunkt kamen. Und da waren auch die regelmäßigen, die immer zur gleichen Zeit auf unserem Konto ankamen. Danke, dass Sie Ihren Anteil daran hatten und haben! Ich staune immer wieder über die Unterschiedlichkeit der Spenden: Von ein- und zweistelligen Summen bis hin zu recht großen Gaben war da alles dabei. Ich staune und freue mich über die Geber, die ebenfalls sehr unterschiedlich sind. Manche von Ihnen begleiten uns schon seit Jahrzehnten, andere sind neu dazugekommen; etliche von Ihnen durfte ich auch schon persönlich kennenlernen. Beim Bearbeiten der Spendeneingänge freue ich mich dann immer wieder, wenn ich zu einem Namen dann auch das passende Bild vor Augen haben. So manches Dankgebet geht dann zu Gott. Danke für alle Treue, Unterstützung und Ihr hinter uns stehen, das ist eine große Ermutigung!

Sr. Mirjam Bott, Finanz- und Spendenbuchhaltung

Gesegnet sind wir

Wenn ich zurückschaue, darf ich täglich sehen, wie unser Herr Dinge zueinander fügt. Für die drei Phasen der Bauarbeiten in unserer Gottesrufhalle zum Beispiel habe ich jeweils nach ehrenamtlichen Helfern gesucht; im Rückblick kann ich nur staunen, wie unser Herr das gelenkt hat: Er versorgte zur rechten Zeit mit all den Helfern, die nötig waren. Sei es mit einem Bodenleger, Heizungsinstallateur oder dem Kranführer, der uns von unserem Bauunternehmer ohne Berechnung zur Verfügung gestellt wurde. Darüber hinaus waren viele helfende Hände zugange, um die Glasbausteine zu entfernen. Die Steine mussten natürlich entsorgt werden, und auch da hat uns der Herr beschenkt. Wir hatten ein ohnehin schon sehr günstiges Angebot bekommen, und dann gewährte uns die Firma noch weitere Rabatte dazu! Mitten in der ersten Phase mussten wir dann kurzfristig noch an einem Zimmer für eine Studentin arbeiten, das kam mir ziemlich ungelegen. Aber der Herr wusste das schon im Vornherein und hatte gesorgt: Ich konnte einen der Helfer aus der Halle abziehen und der hat uns den Nassbereich im Zimmer der Studentin gefliest. Kurz vor seiner Abreise war alles fertig!

Dankbar bin ich auch mit Blick auf unseren Fuhrpark für die Unterstützung zweier Betriebe, die uns stets bei Reparaturen zur Seite stehen. Ein Segen ist auch, dass wir regelmäßig gut gebrauchte Autos geschenkt bekommen; seit ich vor zwei Jahren nach Adelshofen kam, waren es sage und schreibe 11 Autos und ein Anhänger! Durch die Neuzugänge können wir wiederum ältere Fahrzeuge ausrangieren und weitergeben: An ein Kinderheim in Rumänien, an eine Gemeinde in Albanien, an eine bedürftige Person in Deutschland und an eine andere Kommunität. Gesegnet sind wir und können Segen weitergeben - was für ein Geschenk!

Matthias Bosch, Technischer Leiter

Dankbar für viel Raum zur Ruhe

Mich berührt immer wieder, wie Gott Menschen zu uns ins Lebenszentrum führt. Manche zum ersten Mal, andere schon jahrelang vertraut mit uns. Gäste, die Ruhe suchen, Fragen mitbringen oder einfach neu auftanken wollen. Es ist bewegend zu sehen, wie sie hier neue Kraft schöpfen und Gottes Gegenwart erfahren. Viele haben in persönlichen Gesprächen und Begegnungen neue Perspektive und Trost gefunden.

Großen Dank empfinde ich für alle Mitarbeiter im Gästebereich, Küche, Housekeeping, Handwerk, unser Jahresteam, Azubis und die Studierenden des Theologischen Seminars Adelshofen. Durch ihren treuen und liebevollen Einsatz wird es überhaupt möglich, so vielen Gästen Raum und Begleitung zu bieten. Durch sie wird unser Haus zu einem Ort, an dem Gäste sich willkommen fühlen.

Und nicht zuletzt danke ich Gott, dass er immer wieder Menschen hierherführt und diese Arbeit segnet.

Br. Stefan Heidorn, Leiter Gästebereich

Großzügig unterstützt

Bei all den Veränderungen in unserem Haus, gibt es doch auch einiges, das gleich bleibt - so zum Beispiel die Erntedankfahrten. Aus 16 Gemeinden durften wir im Oktober wieder die vielen Gaben der schön geschmückten Erntedank-Altäre abholen und wurden mit wertvollen Lebensmitteln beschenkt. Aber nicht nur im Oktober, sondern auch im restlichen Jahr sind wir wirklich dankbar, wie großzügig wir mit Lebensmittelspenden unterstützt werden: Unter anderem sind da die Kartoffeln, die von einer Familie extra für uns abgebaut werden. Backwaren, die wir immer samstags vom Bäcker bekommen. Da sind Freunde, die wir jederzeit anrufen dürfen, wenn wir Eier, Wein, Äpfel, Salat oder anderes Obst und Gemüse brauchen. Diese Menschen und ihre freundlichen Gaben ermutigen mich sehr!

Manchmal steht aber auch die ein oder andere Überraschung vor der Küchentür. Da ist dann plötzlich viel Kreativität und Flexibilität gefragt, was die Arbeit in unserer Lebenszentrumsküche auch zu etwas ganz Besonderem macht. Schnell muss der Speiseplan umgeworfen, neue Ideen für ein leckeres Gericht gesammelt und etwas Gutes aus unseren Geschenken gezaubert werden. Dieses Talent dürfen unsere Azubis hier auch schnell lernen - saisonal kochen passiert damit häufig ganz ohne große Absicht, automatisch und fast nebenbei. Wir freuen uns sehr an den Gaben, die wir bekommen, und entwickeln so auch eine ganz neue Wertschätzung für Lebensmittel.

Friederike Hilligardt, Küchenleitung

Von gestern und für immer

Ich bin dankbar, weil es uns trotz unserer Umbruchphase alles in allem richtig gut geht. Ja, wir sind im Umbruch — oder besser: im Aufbruch. Im TSA hatten sich aus ganz unterschiedlichen Gründen viele Herausforderungen aufgestaut und bedurften Antworten. Die finden wir langsam, und stetig bewältigen wir ein Stückchen mehr. So bin ich sehr dankbar, dass wir im letzten Jahr unser Dozententeam weiter verstärken konnten. Wir harmonieren gut und teilen eine Begeisterung für Gott, sein Wort, seine Gemeinde und eine theologische Ausbildung, die geprägt ist von einem gemeinsamen geistlichen Leben.

Ich bin dankbar, weil die Atmosphäre unter den Studierenden fröhlich ist. Wir leben, arbeiten, beten und studieren zusammen; da kommt es dann auch schon mal zu Konflikten. Doch die Art und Weise, wie diese geklärt werden, macht uns alle stärker. Wir konnten in den letzten Monaten die Wohnsituation verbessern und die Rahmenbedingungen stärken. Ich bin dankbar, dass das TSA an Leuchtkraft gewinnt und das alle Studis, die nur ein Jahr machen wollten, sich zum Ende des ersten Jahres entschieden haben, weiterzumachen.

Ich bin dankbar, für den Ausbau unserer Beziehungen und Partnerschaften mit Gemeinden und Werken. Wir haben die Möglichkeit, auf Fachtagungen zu sprechen, in Gemeinden zu predigen und Jugendabende zu gestalten. Unser Dozententeam schöpft aus einer fachlichen und geistlichen Tiefe, die nicht nur für uns im Lebenszentrum ein Segen ist, sondern auch andere im In- und Ausland ermutigt; im Laufe des Jahres konnten wir zum Beispiel unsere Beziehungen mit Freunden und Förderern in den USA ausbauen. Eine theologische Ausbildung, die an Dietrich Bonhoeffers „Gemeinsames Leben“ anknüpft, weckt auch heute regelmäßig die Neugierde bei Jung und Alt.

Ich bin dankbar, dass unser Alltag von drei Gebetszeiten am Tag getragen wird. Manchmal unterbrechen diese unseren Arbeitsfluss. Und das tut gut, denn sie richten uns neu aus auf die wesentlichen Dinge des Glaubens und Lebens.

Ich bin dankbar, dass Sie mit uns unterwegs sind: Im Gebet, im Mitarbeiten und im Spenden. Von gestern über heute und gerne auch für immer.

Dr. Jürgen Schulz, Rektor Theologisches Seminar

Dankbar ohne Ende

Wenn ich auf das Jahr im Geistlichen Zentrum Adelshofen zurückschaue, merke ich, wie viel Grund zur Dankbarkeit da ist. Vieles davon begegnet mir im Alltag eher unscheinbar, zeigt aber im Rückblick, wie Gott unser Miteinander prägt.

Ein Beispiel dafür sind die Veranstaltungen im GZA. Der Kindertag, die TeensNight oder das Stiftungsfest bringen jedes Mal viele hunderte Menschen zu uns. Es beeindruckt mich, wie selbstverständlich Begegnungen entstehen: Kinder, die mit leuchtenden Augen durchs Programm gehen, Jugendliche, die nach dem Gottesdienst noch lange zusammenstehen, oder Gäste, die froh sind, einfach mal zur Ruhe zu kommen. Diese Tage zeigen mir, wie wichtig es ist, Raum zu bieten, in dem Menschen auftanken können. Dankbar blicke ich auch auf das Gartencafé. Hier sitzen oft ganz unterschiedliche Leute zusammen – Familien, Nachbarn, Gäste aus der Region. Manchmal entstehen nur kurze Unterhaltungen, manchmal tiefe Gespräche. Und oft ist es einfach die Atmosphäre, die gut tut: draußen sein oder im Speisesaal sitzen, Zeit haben, nicht gehetzt sein müssen. Ich bin dankbar, dass wir einen Ort haben, der so niedrigschwellig Begegnung ermöglicht.

Bei den Freizeiten geht es oft tiefer. Da sind zum Beispiel Frauen, die durch kreative Methoden und biblische Impulse neue Gedanken mitnehmen. Junge Erwachsene, die erzählen, wie gut es ihnen tut, mal aus dem üblichen Umfeld herauszukommen. Oder Kinder, die voller Geschichten und Erlebnisse heimfahren, weil sie Gemeinschaft und Glauben als etwas Positives erlebt haben. Solche Rückmeldungen machen deutlich, warum diese Angebote so wertvoll sind. Dankbar bin ich auch für unser Jahresteam. Ich erlebe, wie junge Menschen in diesen Monaten wachsen – nicht perfekt, aber ehrlich. Sie erzählen von Andachten, die ihnen Mut machen, oder von kleinen Gesten der Hausgemeinschaft, die ihnen gut tun. Gleichzeitig ringen sie damit, eigene Grenzen wahrzunehmen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und Gott in manchen vollen Tagen nicht aus dem Blick zu verlieren.

All das zusammen ergibt für mich ein Bild und ich werde dankbar ohne Ende in der Erfahrung, dass Gott in all diesen Momenten in und durch uns handelt. Und das trotz unserer Unvollkommenheit – oder manchmal auch gerade deswegen.

Christian Pletsch, Leiter Geistliches Zentrum