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Kunst und Theologie

Malerei und Geheimnis

10. Nov 2026

Kapelle, Lebenszentrum Adelshofen

19:30 Uhr

Alle sind willkommen

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Noch heute wird die Theologie von Rudolf Bultmann (1814–1976) an den Theologischen Fakultäten gelehrt. Und sie entzweit bis heute jene, die seine Lehre als Befreiung überkommener Vorstellungen und jene, die seine Lehre als Zerstörungswerk an den Grundaussagen der Bibel deuten. Bultmann schreibt in seinem Buch Neues Testament und Mythologie. 1941:

Die Vorstellung, dass übernatürliche Kräfte in den Lauf der Dinge eingreifen, und die Wundervorstellung, insbesondere die, dass übernatürliche Kräfte in das Innenleben der Seele eingreifen, die Vorstellung, dass der Mensch vom Teufel versucht und verdorben und von bösen Geistern besessen werden kann. Dieses Weltbild nennen wir mythologisch. Für den Menschen von heute sind das mythologische Weltbild, die Vorstellung vom Ende, vom Erlöser und der Erlösung daher vergangen und erledigt. Den einen ist seine Lehre Ausdruck eines mündigen Christen in einer modernen Zeit. Andere sehen in seiner Lehre die Säge an den Wurzeln des Baumes, der all Jenen gute Früchte schenkt, die sich unter seinem schattigen Blätterdach in der Mittagshitze von Sorgen, Zweifeln, auf der Suche nach dem Frieden des Herzens sehnen. 

Es sind die heilsamen, tröstenden Wort von Jesus. Ihnen wohnt eine bleibende Kraft inne über all die Jahrhunderte, die hinter uns liegen bis in unsere Gegenwart. Es sind die Geschichten die Gott mit den Menschen schreibt. Geschichten, die weit über menschliches Können und Erkennen hinaus uns als Zeugnis vor Augen stehen. 

Der Vortrag von Jürgen Föller zeigt exemplarisch an Graf von Zinzendorf, dass Gott nicht abhängig ist von der Weisheit von Theologen wie Rudolf Bultmann, Menschen auch heute noch in die Nachfolge zu rufen.