
Kunst und Theologie
Henry Newman – Die Geschichte eines Liedes. Die Geschichte eines außergewöhnlichen Menschen
23. Juni 2026
Kapelle, Lebenszentrum Adelshofen
19:30 Uhr
Alle sind willkommen
kostenlos
1801 in London geboren und in einem wohlhabenden anglikanischen Elternhaus aufgewachsen, zeigte John Henry Newman früh seine Begeisterung für Bildung und Wissenschaft. Er galt als fleißiger Schüler. Als er mit 15 Jahren das Buch „Die Macht der Wahrheit“ des Theologen Thomas Scott las, erlebte er eine „erste Bekehrung“, wie er es selbst später nannte. Bei seiner Bekehrung habe ihn ein Wort eines evangelikalen Geistlichen beeindruckt: „Heiligkeit vor Frieden!“ Heilig werden bedeutet für Newman schlicht und einfach: Tun, was man als wahr erkannt hat, in die Tat umsetzen, was man als Pflicht, als Wille Gottes, als Wert erkannt hat.
Bereits mit 16 Jahren begann Newman ein Theologiestudium in Oxford, drei Jahre später machte er seine Abschlussprüfung und wurde bald darauf Professor. Gleichzeitig entschloss er sich, anglikanischer Pfarrer zu werden. 1825 wurde er in Oxford geweiht, drei Jahre später wurde er Pfarrer an der Universitätskirche und predigte dort vor Studenten und Professoren.
Auf einer Reise nach Sizilien, die er im Jahre 1832 unternahm, erkrankte er an einem schweren Fieber. Sein Begleiter fürchtete, Newman müsse sterben, und er erbat von ihm die letzten Weisungen. Newman aber sagte im Delirium des Fiebers: „Ich werde nicht sterben, denn ich habe nicht gegen das Licht gesündigt; ich habe nicht gegen das Licht gesündigt.“ Was er damit meinte, konnte er nie ganz erklären.
Ein Vortrag von Jürgen Föller.

